Alfred Grünstäudl
ist Vermögensberater & Steurberater und berät Privatkunden und Unternehmen in Sachen Geldanlage, Pensionvorsorge, Wohnbaukredit, ...
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Die Tricks der Banken
Immer wieder sehen wir unter anderem folgende Vertragsformulierung:
„Wir verrechnen derzeit bis zum nächsten Quartalsende eine Kondition in Höhe von 2 % p.a. an Sollzinsen. Ihre Monatsrate auf Basis dieser Kondition beträgt somit nur € xxx
Danach verrechnen wir einen Aufschlag von 3 % über dem dann aktuellen 6-Monats-Euribor, aufgerundet auf das nächste Viertelprozent, mit vierteljährlicher Anpassung.“
Das heißt im Klartext für Sie:
- die Monatsrate ist optisch dadurch sehr niedrig, da die gesamte Laufzeit mit der anfänglichen Sonderkondition gerechnet wird
- das ändert sich dann schlagartig ab dem nächsten Vierteljahr, dann gilt nämlich plötzlich eine Kondition von 3 % über dem 6-Monats-Euribor von derzeit 1,04% (statt 0,48 % beim 1Mon.Euribor - per 30.6.10), das wären hier 4,04 %, aber aufgerundet auf das nächste Viertelprozent. Der Zinssatz beträgt somit nach kurzer Zeit für den Kunden 4,25 % anstelle der anfänglichen 2 % und das ist immerhin in so kurzer Zeit ein Anstieg zum Kundennachteil von 112,5 % und somit ein erheblicher Mehrertrag für die Bank im Vergleich zum Kreditbeginn zu Ihren Lasten (!)
In anderen Fällen wird dieses Spiel mit kurzfristigen Fixzinssätzen betrieben, und zwar werden für einen kurzen Zeitraum von nur 2 bis 3 Jahren gegenüber den aktuell niedrigeren variablen Zinsen höhere Fixzinssätze angeboten. In diesem Zeitraum rechnet die Bank wahrscheinlich selbst mit keinen starken Zinsanstiegen. So hat sie aber die Möglichkeit, Kredite mit höheren Zinssätzen zu vereinbaren, was ihr größere Zinsvorteile verschafft. Dies alles geht natürlich zu Lasten der Kreditnehmer.
Hier handelt es sich stets um anfänglich besonders günstige „Lockangebote“ auf die Sie keinesfalls hereinfallen sollten.
Interessant zu wissen: Tipps in punkto Bankkredite

