Alfred Grünstäudl
ist Vermögensberater & Steurberater und berät Privatkunden und Unternehmen in Sachen Geldanlage, Pensionvorsorge, Wohnbaukredit, ...
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Möglichkeiten der Wohnbaufinanzierung

Grundsätzlich gibt es – neben den geförderten Darlehen, wie Wohnbaudarlehen des Landes oder dem Zuschuss zu einem Althaussanierungsdarlehen – 2 Hauptmöglichkeiten Ihr Wohnhaus zu finanzieren:

  • zum einen den Euro-Bankkredit,
  • zum anderen die Möglichkeit über ein Euro-Bauspardarlehen.

Die früher bei den Darlehensnehmern beliebte dritte Möglichkeit – ein Fremdwährungsdarlehen – gibt es derzeit nicht.

Beide genannten Möglichkeiten haben Ihre Vor- und Nachteile, die man allerdings kennen sollte.

Wenn Sie Ihre Bank danach fragen, was vorteilhafter ist, wird Sie Ihnen natürlich vorrangig aus Geschäftsgründen zum Bankkredit raten. Der Grund dafür ist klar: Beim Bankkredit verdient die Bank einfach wesentlich mehr weil sie den Kredit selbst vergibt, beim Bauspardarlehen ist sie nur Vermittler. Beim Bauspardarlehen müsste die Bank Ihren Kreditwunsch nämlich an die Bausparkasse abtreten und das will die Bank natürlich vermeiden.

Deshalb sind manche Banken auch sehr erfinderisch in der Konditionengestaltung (Sonderkonditionen am Anfang, Zinsfloor, usw.) sowie in der diesbezüglichen Kundenargumentation.

Die Vorteile eines Bauspardarlehens

Die wesentlichsten Vorteile beim Bauspardarlehen sind derzeit im Überblick:

  • die staatliche Gebühr von 0,8 % des Darlehensbetrages entfällt für Sie
  • aufgrund der langen Laufzeiten sind auch bequeme Monatsbelastungen für Sie möglich
  • der wohl wesentlichste Vorteil ist aber die kostenfreie Zinssatzobergrenze von 6 % auf die gesamte Darlehenslaufzeit (nicht nur wie bei Bankkrediten mit kostenpflichtigem Zinsen-Cap meist begrenzt auf 5, 10 oder 15 Jahre)

Vertrauen Sie einem unabhängigen Berater
Wichtig ist es jedenfalls für Sie, alle Vor- und Nachteile wirklich objektiv gegenüber zu stellen und erst dann eine Finanzierungsentscheidung – für einen Bankkredit oder für ein Bauspardarlehen oder auch für beides – zu treffen. Sie benötigen also vergleichbare Angebote.

Natürlich ist das für den Laien oft nur sehr schwer möglich, hier hilft Ihnen nur ein bankenunabhängiger Berater, der Sie über alles objektiv aufklären und Ihnen die notwendigen Entscheidungsgrundlagen liefern kann. Diesem ist es nämlich egal, ob es ein Bank- oder ein Bauspardarlehen wird, da sein Entgelt (sei es eine Provision oder ein Honorar) in beiden Fällen in etwa gleich hoch sein wird.

Verlassen Sie sich deshalb nicht nur auf Ihren langjährigen Berater in der Bank.
Bedenken Sie, dass dieser in erster Linie grundsätzlich zum Vorteil der Bank handeln muss –auch wenn er Ihnen das Gegenteil versichert. Er ist an interne Weisungen und Richtlinien gebunden und da zählen dann auch persönliche Beziehungen zu Ihnen nicht wirklich.

Uns hat einmal ein Kunde gesagt, dass ihm sein Bankberater mitgeteilt habe, dass eine vom Kunden gewünschte, begründete Konditionensenkung aufgrund „interner Richtlinien“ nicht möglich sei – unsere Antwort darauf war, dass er sich eine andere Bank suchen solle, die andere „interne Richtlinien“ hat und er hat sie schließlich dann auch mit unserer Hilfe gefunden.